Sonntag, 15. Juli 2018

Lokalkolorit

Der heutige Stadtteil Handschuhsheim ist älter als man zunächst vielleicht meint. Bereits im Jahr 765 (Pippin der Jüngere, Vater von Karl dem Großen, stirbt drei Jahre später) wird er unter dem Namen Hantscuhesheim im Lorscher Codex erwähnt. Neben Handschuhsheim werden dort
auch andere Stadtteile Heidelbergs wie Neuenheim, Rohrbach, Kirchheim, Wieblingen erwähnt. Im Jahr 1320 ging der Ort in den Besitz der Kurmainz über, was den Pfalzgrafen zuwider ging, welche sich dann auch 1462 bei der Schlacht von Seckenheim durchsetzten.
Zwei historisch wertvolle Gebäude sind die Kirche St. Vitus und die Tiefburg. Die Vituskirche ist die älteste Kirche in Heidelberg und man kann noch heute an der Aussenseite die Grabmäler von Dieter und Margarethe von Handschuhsheim (gestorben 1483) besichtigen. Das Wappen der Herren von Handschuhsheim ist natürlich der Handschuh (manchmal mit Bommeln) und der aufmerksame Passant kann es des öfteren in den Strassen Heidelbergs entdecken.


Die Tiefburg ist natürlich nicht die älteste Burg Heidelbergs, aber langweilig ist sie deswegen nicht. Im Jahre 1770 wurde dort nämlich ein eingemauertes Skelett, inklusive Rüstung gefunden. Der Ritter soll angeblich aufgrund eines Verhältnisses mit einer Burgbewohnerin lebendig eingemauert worden sein. Macht doch etwas mehr her als ein überdimensioniertes Fass.
Wer Lust hat mehr über Handschuhsheim und die Region zu erfahren, dem empfehle ich das
Buch "Heidelberg in Mittelalter und Rennaisance" (Thorbecke Verlag). 

Quellen und Informationen:

Thingstätte

Jeder kennt sie, aber so richtig weiss niemand etwas über sie. Die Thingstätte auf dem Heiligenberg. Neben der Thingstätte in Heidelberg wurden an ca. 40 anderen Orten in Deutschland Thingstätten, bzw. Thingplätze erbaut. Es handelt sich also nicht um einen Eigennamen. Der Zweck war die Aufführung sogenannter Thingspiele im Zuge der Thing-Bewegung. Um das mal zu klären,Thing bezeichnet laut Wikipedia Volks- und Rechtsversammlungen nach altem germanischen Recht, geltend also in der Zeit nach dem römischen Reich vom 5. Jahrhundert bis in das 9. Jahrhundert. Daneben hat man sich oft auch unter Gerichtslinden getroffen um Recht zu sprechen. Aber zurück ins 20. Jahrhundert.
Die Nationalsozialisten wollten mit der Thingstätte ein völkisches Theater begründen, also eine Neugestaltung des deutschen Kulturlebens mit dem positiven Beieffekt, so ein wenig die herrschende Massenarbeitslosigkeit abbauen zu können. Teils waren bis zu 1000 Darsteller miteingebunden. Zusätzlich wollte man die Plätze auch für politische Kundgebungen und Veranstaltungen nutzen. Geplant waren ursprünglich bis zu 400, jedoch sah man damals das Geld in anderen Medienformen besser investiert, wodurch das Projekt einschlief. Auch verschob sich der politische Fokus, sozialistische Komponenten wurden durch nationalistische verdrängt. Thingstätten wurden fortan als Freilichtbühnen bezeichnet und waren nicht mehr Teil der Parteipolitik. 
Nach dem zweiten Weltkrieg verfiel die Anlage in Heidelberg zunächst, wurde später jedoch oft für Konzerte genutzt. Seit den 
80er Jahren fand dort während der Walpurgisnacht zum ersten Mai jährlich eine Feier statt, die regelmäßig Zehntausende anlockte. Diese wird jedoch seit 2017 untersagt, da die großen Menschenmassen immer wieder zu Problemen führten. 

Quellen und Informationen:

Samstag, 28. April 2018

Studium Generale und Ringvorlesungen

Nicht vergessen, auch dieses Semester findet wieder das Studium Generale (SG) der Universität Heidelberg statt. Neben diesem, welches das Thema "Die Stadt von Morgen - Zukunftsfragen der Gesellschaft" behandelt, kommt ein breites Angebot an Ringvorlesungen dazu. Der Auftakt des SG ist am 30. April im großen Rathaussaal, in Anwesenheit des Prorektors der Universität und des ersten Bürgermeisters von Heidelberg. Die Referenten sind meist Professoren aus ganz Deutschland aber auch Schriftsteller kommen beim Thema "Die Stadt im Kriminalroman" zu Wort.
Weiter geht's mit Literatur. Dieses Jahr hält der Autor Maxim Biller die Heidelberger Poetikvorlesungen (https://www.gs.uni-heidelberg.de/aktuelles/poetik.html). Die ein oder anderen werden ihn bereits als scharfzüngiges (ehemaliges) Mitglied des Literarischen Quartetts im ZDF kennen (oder können es hier nachholen: https://youtu.be/pPdnX4Qo1ps?t=4m8s). Die Veranstaltung beginnt etwas später, erst im Juni, und wird sich passenderweise mit den Heidelberger Literaturtagen überschneiden. Wer von Literatur nicht genug bekommen kann, dem sei die Ringvorlesung zu Stefan George ans Herz gelegt. Zwei Termine haben bereits stattgefunden, der Rest folgt jeden Donnerstag Abend um 18.15 Uhr in der Neuen Universität, Hörsaal 15. 

In eine andere Richtung geht die Akademische Mittagspause. Diese findet jeden Tag von 13.00 bis 13.30 Uhr in der Peterskirche, Plöck 70 statt. Ja, richtig gelesen, jeden Tag gibt es einen kurzen Vortrag zu einem Thema der Biowissenschaften. Die Referenten wechseln jedes mal, jedoch sind alles aus einem der vielen Institute in Heidelberg, die in diese Richtung forschen.
Andere Vorlesungsthemen sind z.B. "Zum Begriff und zur Sache der Interpretation - Transdisziplinäre Perspektiven" (u.a. mit Bernhard Schlink), "Einführung in die Kulturgeschichte des Alten Orients" und "Authority and Trust in the United States".


Dies war nur eine kleine Kostprobe der kommenden Veranstaltungen. Mehr Informationen findet man in der orangenen Broschüre die in verschiedenen Universitätsgebäuden ausliegt oder online. (https://www.uni-heidelberg.de/md/zentral/einrichtungen/rektorat/semesterkalender_sose_2018.pdf)

Dienstag, 6. März 2018

Für 23 Euro hin und zurück bitte !!!



Freizeit aber kein Geld. Wer kennt das nicht. Aber trotzdem will man seine freie Zeit nicht zuhause verbringen. Deshalb habe ich in den Semesterferien einen Kurztrip in London gemacht. Da dies jedoch kostengünstig werden sollte, habe ich nach unterschiedlichen Wegen geschaut, wie man am billigsten und schnellsten nach London kommt. Und wer hätte es gedacht: man kann für schlappe 23 Euro nach London und wieder heim fliegen. Je nach Flexibilität, hätte es durchaus noch günstiger werden können, aber da war ich leider etwas zeitlich eingeschränkt. Im Vergleich zu Bussen und Zügen, war dieses Angebot einfach unschlagbar. Aber wie habe ich dieses Angebot gefunden? Ich habe zunächst auf Vergleichsseiten von Flügen geschaut und habe dort nur Angebote im nahen hunderter Bereich gefunden. Dann bin ich auf die Idee gekommen, direkt bei Ryanair zu schauen und es hat sich in der Tat gelohnt. 
Zuvor bin ich noch nie mit dieser Airline geflogen und man hat bisher sowohl Gutes als auch Schlechter gehört. Aber um mir selbst ein Bild von dem Ganzen zu machen und weil es unschlagbar günstig war, habe ich es einfach ausprobiert. Der Haken an der ganzen Geschichte ist natürlich, dass man für alle Zusatzleistungen extra zahlen muss und somit auch für einen normalen Koffer. Aber für einen 6-tägigen Städtetrip haben 10kg Handgepäck ohne Probleme ausgereicht. Jedoch gab es eine Sache, die mich etwas verunsicherte. Seit kurzem gibt es nämlich eine neue Regelung, dass man als „Non-Priority“ sein Handgepäckstück aufgeben muss, außer man zahlt natürlich extra. Was letztendlich nicht wirklich viel war, aber ich wollte die Reise so günstig wie möglich halten. Also bin ich mit etwas gemischten Gefühlen an den Flughafen gefahren und habe darauf gewartet, wie das Ganze abläuft. Meine Sorgen waren natürlich völlig unbegründet, aber ich bin mir sicher, dass ich nicht die Einzige war, der es so ging. Der Ablauf war völlig unkompliziert. Ich habe meinen Handgepäck ganz normal durch die Sicherheitskontrolle genommen und mit ans Gate. Und erst kurz vor dem Einsteigen in den Flieger, wurde mein Koffer mit dem Band markiert, wohin ich fliege und auf einen Rollwagen gelegt. Somit hatte ich auch kein stressiges Heben in die Fächer zum Verstauen. Natürlich durfte ich zusätzlich noch ein kleines Handgepäckstück mit meinen Wertsachen mit in den Flieger nehmen. Auch der Flug an sich, verlief völlig problemlos und innerhalb von 1 1/2 h war ich in London Stansted. Die Handgepäckstücke wurden innerhalb kurzer Zeit über die Rollbänder transportiert, sogar noch vor den normalen Koffern. Somit hat es zeitlich kaum einen Unterschied gemacht und deshalb finde ich, dass es sich durchaus lohnt, dieses Geld zu sparen und lieber in andere Sachen zu investieren.
Vielleicht hilft es einem von euch weiter und ansonsten viel Spaß bei der Planung eures nächsten Urlaubs. 

Donnerstag, 18. Januar 2018

Wohnheimsversammlung Wintersemester 17/18



Am 17.1.18 fand die Wohnheimsversammlung im Gemeinschaftsraum des INF 129  statt. Dabei wurde über allgemeine Themen, wie die Tutorien aber auch über Probleme im Wohnheim gesprochen. Zu Beginn kam es zu den Wahlen der Wohnheimsprecher und es wurde einstimmig entschieden, dass uns unsere alten Wohnheimsprecher, Till, Barbara und Anna-Lena erhalten bleiben. Bei der Vergabe der Tutorien war der Andrang groß und in diesem Semester war es möglich, alle Tutorien zu vergeben. Somit gibt es in diesem Jahr zusätzlich zu den Pflichttutorien wie Waschraum, Müll und Gemeinschaftsraum auch das Kulturteam, welches sich für Events im Wohnheim kümmert.  Weiterhin gibt es auch das Fahrradtutorium, bei dem man sich Fahrräder ausleihen kann. Dieses Tutorium kümmert sich auch darum, alte und unbenutzte Fahrräder auszurangieren. Bei Problemen mit dem Internet, gibt es dieses Semester weiterhin die Internettutoren, an die ihr euch gerne wenden könnt. 
Da der Andrang nach Tutorien so groß war, konnte auch die Heimzeitung für das kommende Semester tatkräftige Unterstützung finden. Somit werdet ihr im Sommersemester mehr von uns hören.
Ein aktuelles Problem ist, dass die Trockner 5 und 6 nicht zuverlässig arbeiten und manchmal nicht funktionieren. Falls das bei euch der Fall ist, wendet euch direkt an den Hausmeister, der kümmert sich dann darum.

Als zusätzliche Anmerkung von unseren Wohnheimsprecher wurde gesagt, dass das Abstellen von alten Sachen an den Aufzügen nicht als Müllhalde dienen soll. Sinn dieser Aktion ist es, Dinge die man nicht mehr braucht, die aber noch funktionsfähig sind, an seine Mitmenschen zu spenden, damit diese sie noch verwenden können.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Neues Jahr, neues Glück!?

Na seid ihr auch alle gut ins neue Jahr gerutscht?
Schon wieder hat ein Jahr von neuem begonnen und pünktlich zum Jahreswechsel, setzt man sich natürlich neue Vorsätze. Wie zum Beispiel mehr für die Klausuren lernen, generell mehr für die Uni machen, abnehmen, zunehmen, mehr Sport, gesündere Ernährung, mehr Zeit mit der Familie verbringen und so weiter und so fort. Aber habt ihr wirklich jemals eure Vorsätze in die Tat umgesetzt? Wenn ich ehrlich sein soll, ich nicht. Aber warum machen wir uns jedes Jahr neue gute Vorsätze, wenn wir sie sowieso nicht einhalten können?
Es ist eine Art Ritual, wir schließen mit dem alten Jahr ab und setzten uns neue Maßstäbe, um das zu ändern, was uns im letzten Jahr nicht gefallen hat. Letztendlich eine gute Idee, aber warum scheitern wir doch jedes Jahr daran?
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, er bricht nicht gerne aus seinem Trott. Der Alltag ist geplagt von Routinen und um etwas zu ändern, müssen wir uns aus diesen Routinen befreien. Deshalb ist nicht nur ein starker Wille gefragt, sondern auch Tatendrang. Denn wer nur daran denkt, kann nichts verändern.

Also wenn ihr in diesem Jahr wirklich etwas verändern wollt, denkt nicht einfach nur daran, sondern macht es. Macht euch einen anspruchsvollen aber realistischen Plan, wann ihr was erledigen wollt. Plant euch zum Beispiel feste Termine ein, wann ihr nach Hause fahren wollt und macht daraus dann schöne Familientage. Oder setzt euch beim Ab- und Zunehmen feste Ziele, wie zum Beispiel 2 kg innerhalb von 4 Wochen. Dadurch steigt die Motivation und beim Erreichen der Ziele fühlt man sich glücklich. Setzt man sich jedoch zu leichte Ziele, so hat man keine Motivation weiter zu machen. Und macht ihr euch hohe Ziele, so ist die Frustration am Ende zu groß und der gute Vorsatz verpufft, so wie all die Jahre davor. 
Also überlegt euch gut, wie ihr einen Plan umsetzen wollt und denkt daran Rom wurde auch nicht in einem Tag erbaut.
Frohes neues Jahr !!!

Freitag, 24. November 2017


Ein Glühwein, swei Glühwei, rei Lühwei, hie Hühei, Flünei

Der Winter rückt immer näher, die Temperatur werden immer kälter und so langsam beginnt die Weihnachtszeit. In genau einem Monat ist Weihnachten. Jedoch kann man als Student diese Zeit nicht immer so ganz optimal genießen, da bis dahin viele Fristen und Klausuren sind. Aber um sich ab und zu etwas von seinem ganzen Stress zu entspannen, gibt es schließlich dieses köstliche warme Getränk namens Glühwein. Ab Montag dem 27.11. eröffnen die Weihnachtsmärkte hier in Heidelberg. Für diejenigen, die neu hier in Heidelberg sind, sollten auf jeden Fall die Zeit nutzen und über die Weihnachtsmärkte schlendern um den einen oder anderen Absacker zu machen. Aber auch, um Geschenke für Freunde und Familie zu finden, eignet es sich optimal. Der Weihnachtsmarkt in Heidelberg ist etwas anders gestaltet, wie die meistens es vielleicht aus anderen Städten kennen. Hier erstrahlt die ganze Stadt im Weihnachtglanz. Entlang der Hauptstraße kann man diverse Stände finden, aber es lohnt sich auch einen Blick in die Seitenstraßen zu werfen. 
Der Treffpunkt schlechthin ist und bleibt der Universitätsplatz. Dort kann man sich super mit den Kommilitonen treffen, um nach Vorlesungen, Seminaren oder Arbeit etwas zu verschnaufen. Und sollte man doch mal etwas mehr motiviert sein, ist der Weg in die Untere auch nicht mehr so weit. 
Prost!

Sonntag, 29. Januar 2017

Ein Bett in INF 129 entsprach Baukosten von 42 Tausend Euro.


Wieviel hat die Hütte eigentlich gekostet?

Diese Frage habe ich mir schon länger gestellt. Die Antwort habe ich im Geschäftsbericht des Studierendenwerks 2015 vom Juni letzten Jahres gefunden. Dort heißt es auf der vorletzten Seite:

"Im Neuenheimer Feld 129

Wohnplätze: 185
Baukosten in Mio. EUR: 7,80
Zuschuss in Mio. EUR:  1,95
Fertigstellung: Okt 05".

Wenn ich die Baukosten auf die entstandenen Wohnheimsplätze umlege, lande ich bei über 42 Tsd. EUR je Wohnheimsbett.  Und das Geld hatte 2004/05 noch einen anderen Wert.

Übrigens findet sich im gleichen Geschäftsbericht weiter vorne ein Absatz zur neuen Nachbarschaft:

"Auch Doktorandinnen und Doktoranden sowie alleinerziehende Studierende müssen ein Dach über dem Kopf haben. Vor diesem Hintergrund hat das Studierendenwerk Heidelberg im Berichtsjahr einen Mietvertrag mit dem Unterländer Studienfonds bei der Universität Heidelberg abgeschlossen, der die Nutzung von 14 studentischen Einzelappartements und sechs Zwei-Zimmer-Wohngemeinschaften im Bereich der neugebauten Marsiliusarkaden fixiert. Dieser hochwertige Wohnraum in der achten und neunten Etage des Gebäudes setzt mit Balkons und Schlossblick einen besonderen Akzent im Wohnraumportfolio des Studierendenwerks Heidelberg."

Hier der Link zum lesenswerten Geschäftsbericht: http://www.stw.uni-heidelberg.de/sites/default/files/download/pdf/wir-geschaeftsbericht-2015-de.pdf .

Dienstag, 24. Januar 2017

Tutorien frei f Waschraum u Müll! Protokoll v. 24.1.17

Protokoll zur Wohnheimsvollversammlung
INF 129
am 24. Januar 2017, 20 Uhr. 
16 Bewohnerinnen und Bewohner waren anwesend. 

  1. Julian berichtet 
    • zum Fahrstuhl: Die Bremse des großen Fahrstuhls ist defekt. Die Ersatzteilbeschaffung ist im Gange. Die Reparatur wird sehr aufwendig sein, da die Bremse tief verbaut ist.
    • zum Waschraum: Eine neue Maschine drei zum Ersatz der defekten ist bestellt.
    • zum Müllcontainer: das Studierendenwerk möchte durch ein Schloss dem Mülltourismus vorbeugen. Es sollten Kartons zusammengefaltet werden, um die Kapazitäten auszunutzen.
  2. Wer eine gute Idee zur Abdeckung der Kugellaternen auf der Ostseite des Wohnheims hat, möge sie durchführen.
  3. Kassenwart Theo berichtet: Bei Übergabe seines Amtes fanden sich EUR 454,76 in der Wohnheimskasse, nach der Anschaffung eines Routers für EUR 19,00 nun EUR 435,76.
  4. Einstimmig zu Wohnheimsprechern und -sprecherinnen wählte die Versammlung: 
    • Dominik D., 9.1, Politik/Wirtschaft im fünften Semester;
    • Barbara H., 4.1, Medizin im fünften Semester;
    • Anna (Lena) B.; 6.1, Molekulare Biotechnologie im ersten Semester.  
    • Herzlichen Glückwunsch! Die Wohnheimsprecher haben für alle ein offenes Ohr und werden die Studienbescheinigungen einsammeln.
  1. Die Tutorien
    1. wurden vorgestellt und verteilt. Eine Liste wird im Flur aushängen.
    2. Diese berechtigen nach Ablauf der Grundwohnzeit zur Verlängerung der Mietzeit.
    3. Achtung, typische Falle! Wer für das Sommersemester 2018 verlängern will, muss jetzt schon ein Tutorium belegen. 
    4. Tutorien für das Rausräumen der Mülltonnen einmal pro Woche und das Säubern des Waschraums sind noch zu haben! Meldet euch bei den Wohnheimsprechern, siehe unten aushängende Liste.
Um 20.40 Uhr wurde die Sitzung geschlossen.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Eine Reise nach Rom Teil II



Das Forum Romanum war Mittelpunkt des sozialen Lebens in Rom. Hier braucht man viel Zeit, um die zahlreichen Tempeln und Heiligtümer zu sehen. Der Palatin, einer der sieben Hügel von Rom und der älteste bewohnte Stadtteil, bietet herrlichen Blick auf das ganze Forum Romanum und die Stadt. Am ersten Sonntag jeden Monats sind auch alle staatlichen Museen und Galerien kostenlos u.a. das Museo Nazionale Romano, auf fünf Orte verteilt: die Thermen des Diokletian, Palazzo Massimo, Palazzo Altemps, Crypta Balbi und Aula Ottagona.  Ich schaffe es die ersten beiden zu besuchen und mir wird klar, warum das reguläre Ticket für diese Museen drei Tage lang gilt- es gibt unendlich viel zu sehen. Ich bezweifle sogar, dass man an diesen drei Tagen alle ausgestellten Werke der fünf Orte sehen kann, aber der Versuch lohnt sich.
Am Montag geht es zum Vatikan. Ich nehme zum ersten Mal die U-Bahn, da obwohl ich gerne zu Fuß gehe, der Weg doch zu lang ist und ich alle meine Kräfte für den stundenlangen Bummel in den Museen brauche. Vorher muss ich jedoch mehr als eineinhalb Stunden an der Schlange draußen warten. Man kann im Voraus ein Ticket mit einem Aufpreis online buchen, da ich aber nicht wusste an welchem Tag ich die Vatikanischen Museen besuchen möchte, habe ich’s nicht gemacht. Außer dass es immer wieder regnet und ein älterer Herr während des Wartens ohnmächtig wird, gibt es keine größeren Probleme. Da ich nicht alleine bin und mich unterhalten kann, finde ich das Warten gerade noch erträglich. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass es im Sommer viel anstrengender wäre. Im November gibt es immer noch viele Touristen, aber bei weitem nicht so viele wie in den Urlaubsmonaten.
Wusstet ihr, dass man durch alle sieben Museen mit ihren zahlreichen Sälen und Gallerien gehen muss, um die Sixtinische Kapelle zu sehen? Ich komme um 10:30 in die Museen hinein und erreiche erstgegen 15:30 Uhr die Sixtinischen Kapelle, wobei ich nicht alles gesehen habe. Die päpstliche Kunstsammlung, eine der größten und wichtigsten der Welt beinhaltet Werke aus fast allen bedeutenden Epochen. Man braucht Monate, meiner Meinung nach, um alles zu sehen. Die Kunstsammlungen sind umwerfend, jeder muss mindestens einmal hier gewesen sein. Bestimmt ein echtes Paradies insbesondere für Künstler.
Es wird dunkel, ich kann aber den Vatikan nicht verlassen ohne den Petersdom zu sehen, die Museen haben aber kein Ende. Also frage ich einen Bediensteten bis wann die Basilika offen hat. Der Einlass sei bis 17:30. Meine Uhr zeigt 17:05 an, also muss ich zügig die Vatikanmuseen verlassen, um die Mauern herum rennen und in den letzten Minuten durch die Sicherheitskontrolle gehen. Übrigens gibt es in allen Museen in Rom eine Sicherheitskontrolle. Endlich geschafft, ich bin in der größten päpstlichen Basilika. Mir fehlen die Worte, um zu beschreiben, wie prächtig die Ausstattung ist. Als Erstes bewundere ich Michelangelos Pietà, eine Marmorstatue, die die sitzende Maria mit dem Leichnam Jesu auf ihren Knien und in ihrem Arm wiegend abbildet. In der Kirche befinden sich außerdem die Grabstätten mehrere heiliggesprochener Päpste, unter welchen Johannes Paul II. Nachdem ich m Souvenirgeschäft ich eine Postkarte kaufe, um sie später durch die vatikanische Post zu verschicken, werde ich am Ausgang angehalten, weil ein Kardinal vorbeigeht. Am Ende des Tages im Vatikan komme ich zur Schlussfolgerung, dass jeder mindestens einmal diese Museen besichtigt haben sollte.
Am letzten Tag rät mir ein älteres Paar im Hotel die Basilica di San Pietro in Vincoli (St. Peter in den Ketten) unbedingt zu besuchen. Hier ist die Mosesstatue Muchelangelos sehenswert. Außerdem befinden sich in einem Glasbehälter die Ketten des Heiligen Petrus, mit denen er in Jerussalem gefesselt war, die  für die Kirche namensgebend sind.
Wenn ihr zu den wenigen gehört, die Rom noch nicht besucht haben, nutzt die nächste Chance. In allen Museen gibt es Sonderpreise für Studenten unter 25 Jahre. Ihr solltet beachten, dass es sinnvoll ist mindestens vier ganze Tage in der Stadt zu verbringen, um den Großteil der wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen. Um alle zu sehen, muss man bestimmt einige Monate dort leben. Also ist ein zweiter Besuch in der „ewigen Stadt“ vorprogrammiert. Auch ohne einen konkreten Reiseplan wird die Stadt eure Erwartungen übertreffen: sogar bei einem ziellosen Spaziergang findet man an jeder Ecke Kunstwerke und Monumente.

Eine Reise nach Rom Teil I



Das Examen ist vorbei, es ist höchste Zeit für einen Urlaub. Es gibt nur ein Problem- nichts ist geplant, nichts ist gebucht. Immerhin war die Prüfung im Weg, ich hatte ständig Wichtigeres im Kopf. Und nun?  Dank Regen und Kälte sinkt meine Stimmung weiter in den Keller. Am liebsten würde ich einen Zug in irgendeine Richtung nehmen und einfach wegreisen, Hauptsache weg von Heidelberg. Also fange ich an zu suchen. Die Suche nach last minute Reiseangeboten ist anstrengend, vor allem wenn ich keine Ahnung habe wohin es gehen soll. Die Informationsfülle ist für meine strapazierten Nerven überwältigend. Daher entscheide ich mich, zu einem last minute Reisebüro am Bismarckplatz zu gehen, um mir Hilfe zu holen.
Ich bin positiv überrascht. Die Beraterin nimmt sich viel Zeit, sucht die günstigsten Angebote und druckt sie mir aus. Ich muss nur noch entscheiden. Am nächsten Tag ist die Entscheidung getroffen- es geht in zehn Tagen nach Rom! Die fünftägige Reise ist ziemlich günstig. Es sind Flugtickets, Übernachtung mit Frühstück in einem Hotel im Zentrum und der Zug zum Flug (hin und zurück inklusive) im Preis enthalten.
Für die Anreise zum Flughafen ist das Zugticket am Reisetag minus 24 Stunden im Voraus gültig, ich darf jeden Zug von Heidelberg nach Stuttgart nehmen (auch ICE). Der Flug von Stuttgart dauert eineinhalb Stunden. Für den Transfer vom Fiumicino Airport zum Hotel muss ich mich selbst kümmern, was aber unproblematisch ist, da es jede halbe Stunde mehrere Busse nach Rom gibt. Der Fahrschein kostet 6 Euro in eine Richtung, ein open return ticket ist 8 Euro. Alternativ kann man den Leonardo Express von Trenitalia für 14 Euro in eine Richtung nehmen.
Während meiner Recherchen bin ich auf free walking tours in Rom gestoßen, also eine Stunde nach der Ankunft im Hotel mache ich mich auf den Weg zur Piazza di Spagna, wo jeden Tag um 16 Uhr eine zweistündige kostenlose Stadtführung anfängt. Es dauert lange bis ich unter der Menschenmenge den Fremdenführer finde, aber währenddessen kann ich das kleine Konzert einer Militärkapelle genießen. Der Fremdenführer spricht ein gebrochenes Englisch, jedoch verschafft mir die Führung einen Überblick über die Lage der bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die ich an den nächsten Tagen besuchen will.
Zum Glück bietet jedes Hotel einen Stadtplan mit den wichtigsten Orten an. Da mein Hotel direkt hinter dem Hauptbahnof Termini liegt, kann ich fast alles zu Fuß erreichen. Am folgenden Tag besichtige ich das Pantheon, ehemals ein Tempel aller Götter und eines der am besten erhaltenen Bauwerke der Antike. Heutzutage ist es die römisch-katolische Kirche mit dem offiziellen Namen Santa Maria ad Martyres. Mehr als 1700 Jahre lang hatte das Pantheon die größte Kuppel der Welt. Hier sind mehrere bedeutende Persönlichkeiten begraben u.a. der Maler Raffael. Als Nächstes möchte ich den Vierströmebrunnen auf Piazza Navona sehen, der die Flüsse Donau, Nil, Ganges und Río de la Plata darstellt. Hier befinden sich ebenfalls zwei weitere kleinere Brunnen Fontana del Moro und der Neptunbrunnen.
Auf dem Weg lohnt es sich die Jesuitenkirche Sant’Ignazio di Loyola in Campo Marzio zu besichtigen, eine der größten in Rom. Im Inneren befinden sich beeindruckende perspektivische Fresken, wobei die Architektur fließend in die Malerei übergeht. Nicht weit weg ist Fontana di Trevi, eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der ewigen Stadt. Im spätbarocken Stil von Nicola Salvi entworfen, lockt der Brunnen Tausende Touristen jedes Jahr an, die Münzen im Wert von ca. 1 Million Euro pro Jahr hineinwerfen. Ein Volksglaube sagt nämlich, eine über die linke Schulter geworfene Münze führe zu einer sicheren Rückkehr nach Rom. Das von Bediensteten der Stadt regelmäßig gesammelte Geld wird der Caritas gespendet.
Der nächste Tag ist der erste Sonntag des Monats, deshalb nutze ich die Gelegenheit kostenlos das Kolloseum, Palatin und Forum Romanum zu besuchen. Natürlich bin ich nicht die einzige, deshalb gibt es eine riesige Schlange, die mich am Anfang abschreckt. Trotzdem erfolgt der Eintritt relativ zügig, sodass ich nur 40 Minuten an der Schlange stehen muss. Manche Fremdenführer versuchen ihre „skip-the-line tours“ zu verkaufen, indem sie von voraussichtlicher Wartezeit von zweieinhalb Stunden sprechen. Das größte Amphitheater der Welt mit dem antiken Namen Amphitheatrum Flavium bot 85 000 Personen Platz, die fünf Jahrhunderte lang hier Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen beobachteten. Heutzutage findet im Kolosseum jedes Jahr am Karfreitagabend ein Kreuzweg mit dem Papst statt. Das Wahrzeichen Roms steht auf der Rückseite der italienischen 5-Cent-Münze.